Diskursfähigkeit oder Sachkompetenz als Ziel der Umweltbildung
Publication date
1994
Authors
Praamsma, J.M.
Meijer, W.A.J.
Imelman, J.D.
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Preprint
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Abstract
Im ersten Abschnitt dieses Beitrages wird die Umweltbildungstheorie von Albert Ilien dargestellt. Ilien versteht die Umweltkrise als Gesellschaftskrise und als Bewußtseinskrise. Demzufolge sollte sie auch als eine Schulkrise verstanden werden. In Iliens Vorschlag zu einer radikalen Schulreform ist der herrschaftsfreie Diskurs ein zentrales Moment. Dieser macht die Schule zu einer Freistatt für die Schüler und zu einem Leitbild für den zukünftigen Gesellschaft.
Im zweiten Abschnitt charakterisieren wir Iliens Theorie der Umweltbildung als einen Form von kritisch-kommunikativer Pädagogik. Verschiedene seiner Ausgangspunkte werden von uns unterschrieben. In kritischer Ergänzung zu dem Ansatz von Ilien aber, werden wir die bildungstheoretische Relevanz von den Inhalten der Umweltbildung (der Sachkompetenz) stärker hervorheben.
Im dritten Abschnitt erläutern wir unsere Akzentverschiebung mit Beispielen.
In einer Schlußbemerkung weisen wir darauf hin, daß Iliens mehr auf Diskursfähigkeit fokussierenden Reformvorschlag den deutschen Bildungslage entspricht, während unser mehr auf Bildungsinhalten gerichteter Reformvorschlag eine Antwort auf die niederländische Lage ist. Diese unterschiedliche Kontexte relativieren die genannten Unterschiede in die Ideen über Umweltbildung.
Keywords
Umweltbildung, Umweltkrise, Erziehung, Schulreform, Reformpädagogik, Pädagogik, Didaktik, Kritische Pädagogik, Sachpädagogik, Unterricht, Schulreform