Zum Geleit
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Publication date
2009-12
Authors
Naaijkens, T.
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DOI
Document Type
Article
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Abstract
Warum zurückblicken auf eine akademische Disziplin in einer Zeit, in der sie sich einer grundlegenden Neuorientierung unterzieht? Von den Antworten, die auf diese Frage gegeben werden könnten, erscheint mir vor allem jene gültig, die Geschichtsbewusstsein auf natürliche Weise mit Selbstbewusstsein gleichsetzt. Unmittelbar danach käme die Antwort, mit der darauf bestanden wird, vorausblicken zu können. Ausblicke sind notwendig und werden inspiriert von Rückblicken. Die niederländische Germanistik kennt eine reiche, interessante und auch zum Teil auch spannende Geschichte und wurde – und wird – geprägt von dem Streben, sich als akademische Disziplin extra muros, als Auslands-germanistik, weiter zu entwickeln. Im Bereich der akademischen Lehre und Forschung unterscheidet sich ihre Situation damit nicht von der anderer moderner Sprachen, und zwar nicht nur in der westlichen, europäischen Welt. Es liegt aber den niederländischen Germanisten fern, um sich – wie etwa einige Germanisten in Korea – auf eine Identitäts- und Legitimationskrise festzulegen. In den Niederlanden wird nicht der Lob der Resignation gesungen, sondern der der Selbstverständlichkeit. Deutsch ist die Sprache des Nachbarlands und wird zudem gesprochen in zwei anderen Staaten, die eine sehr ähnliche kulturelle Weltpolitik führen: dadurch sollten ihre Erforschung und Vermittlung nicht zur Diskussion stehen.
Keywords
German Studies, foreign languages, history of science, German literature, Germanic Studies, academic careers, Auslandsgermanistik, language teaching