Migrantische Arbeitskräfte in der formellen Altenpflege in Deutschland und Schweden
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2022-01-01
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taverne
Abstract
Die Altenpflege steht in Deutschland und Schweden seit Jahren vor großen Herausforderungen: Die demografische Alterung führt zu steigenden Pflegebedarfen, und nicht erst seit der Corona-Pandemie werden prekäre Arbeitsbedingungen beklagt. Vor diesem Hintergrund gibt es in beiden Ländern steigende Zahlen an migrantischen Pflegefach- und Hilfskräften, um Personallücken und unbesetzte Ausbildungsplätze zu füllen. Doch worin besteht ihre Bedeutung für die Pflegeerbringung in den jeweiligen Ländern und wie wird diese von verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen wahrgenommen? In diesem Beitrag berichten die Autorinnen von ersten empirischen Erkenntnissen aus qualitativen Expert*innen-Interviews mit nationalen und lokalen Stakeholdern in Deutschland und Schweden. In beiden Ländern wird die Arbeitsmarkteinbindung von Migrant*innen als eine wichtige Antwort auf Personalmangel formuliert, jedoch gibt es länderspezifisch verschiedene Strategien: Integration von im Land lebenden Migrant*innen in niedrig-qualifizierte Positionen in Schweden und Erwerbsimmigration von hoch qualifizierten Migrant*innen in Deutschland.
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Citation
Noack, K & Storath, G-M 2022, 'Migrantische Arbeitskräfte in der formellen Altenpflege in Deutschland und Schweden', WSI Mitteilungen, vol. 75, no. 5, pp. 401-406. https://doi.org/10.5771/0342-300x-2022-5-401